Sind Fairtrade Rosen umweltfreundlicher?!

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Sind Fairtrade Rosen umweltfreundlicher?!

von Fairtrade Lëtzebuerg

Ist es sinnvoll, Fairtrade-Blumen aus Kenia zu kaufen, wenn man diese auch lokal beziehen kann? Um dies herauszufinden hat Fairtrade hat die ökologische Bilanz von Fairtrade-Rosen untersuchen lassen.

Fairtrade-Rosen werden aus Kenia in unser Großherzogtum geflogen. Dies verursacht schädliche Treibhausgase. Dennoch hat der die Blumenproduktion in Kenya unterm Strich eine viel geringere Umweltbelastung zu verbuchen als der Anbau in klimatisierten Gewächshäusern in Europa. Laut einer Studie (2018) des Ökobilanzunternehmens treeze Ltd. werden bei der Produktion von Rosen in Kenia, Transport mit einberechnet, 5,5 mal weniger CO2 verursacht als in den Niederlanden, in Kenia gedeihen Rosen nämlich unter idealen Bedingungen während Gewächshäuser in Europa rundum geheizt werden müssen.

Im Fairtrade System ist der Einsatz gefährlicher Pestizide grundsätzlich verboten, und um den generellen Verbrauch von Pestiziden zu minimieren, muss mindestens eine biologische Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung eingeführt werden - zum Beispiel mit dem Einsatz räuberischen Insekten und Parasitoiden, die Rosen nicht schädigen. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Erhaltung der natürlichen Ressourcen geworfen. Dies wird insbesondere durch die Optimierung des Wasserverbrauchs gewährleistet, anhand von modernen Bewässerungs-, Wasserrecycling- und Regenwassernutzungsmethoden.

Dennoch ist die Studie kein Grund für den fairen Handel, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. In den Niederlanden nutzen Blumenfarmen zunehmend erneuerbare Energien zum Heizen. Die Studie zeigte auch, dass der Wasserverbrauch auf fair gehandelten Blumenfarmen trotz der bisherigen Anstrengungen noch weiter reduziert werden kann. Fairtrade ist sich seiner Verantwortung bewusst und verpflichtet sich, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Zum Wohle der Umwelt und der Menschen!

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