Warum Fairer Handel

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Warum Fairer Handel?

Federación Comercializadora de Café Especial de Guatemala (FECCEG) 2012 ©SeanHawkey

Konkurrenzkampf, Preisdruck und Hektik bestimmen den Welthandel. Produzenten im Süden, die kaum Verhandlungsmacht besitzen und keinen Zugang zu Informationen über den Weltmarkt haben, leben unter dem Druck der schwankenden Preise und des ausbeuterischen lokalen Zwischenhandels. Ohne Lagermöglichkeit müssen sie ihre Produkte, besonders wenn diese rasch verderben, oft schnellstmöglich an Zwischenhändler verkaufen, um an dringend benötigtes Bargeld zu kommen. Häufig werden ihnen so niedrige Preise bezahlt, dass nicht einmal die Produktionskosten gedeckt werden können.

Ziel des Fairen Handels ist es, diese Situation zu ändern und den Produzenten im Süden zu ermöglichen, am internationalen Handel fair beteiligt zu werden und so ihren Lebensstandard nachhaltig zu verbessern. Fairtrade Produzenten und Arbeiter erhalten eine Stimme, werden wahrgenommen und treffen selbstbestimmte Entscheidungen.

Was ist der Faire Handel?

Der faire Handel ist ein alternatives Handelssystem, welches das Ziel verfolgt, mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel durchzusetzen. Als eine wirksame Strategie zur Armutsbekämpfung strebt dieses System an, die Lebenssituation der benachteiligten Produzenten und Arbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbessern.

Der faire Handel ist eine Partnerschaft zwischen den Produzenten und Arbeitern im Süden und den Konsumenten im Norden. Mit dem Einkauf von Fairtrade Produkten tragen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und staatliche Akteure zu einem fairen Handelssystem bei, welches auf ökonomischen, sozialen und ökologischen Normen basiert. Für die Produzenten und Arbeiter im Süden werden so die Voraussetzungen geschaffen, sich eigenständig eine bessere Zukunft aufbauen zu können.

Kleinbauern sind zudem wichtige Akteure im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit: Sie produzieren 50% aller Lebensmittel weltweit und über 80% der in Entwicklungsländern konsumierten Nahrungsmittel. Fairtrade fördert die Autonomie der Kleinbauern und Arbeiter, engagiert sich für die Wahrung ihrer legitimen Interessen und ist ein wirksames Mittel im Kampf gegen Armut, Hunger und Ausbeutung.

 

"Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung."

Internationale Definition des fairen Handels, anerkannt vom internationalen Netzwerk FINE (Fairtrade Labelling Organizations, International Federation for Alternative Trade, Network of European Worldshops und European Fair Trade Association).